Myofasziale Dysfunktion / Trageschwäche

Modediagnose oder Bittere Realität?

Seit geraumer Zeit ist das Thema Trageschwäche in aller Munde und aus meiner Sicht als Pferdeosteopathin leider zu Recht. Kennt man erst mal die Anzeichen, kann man die Augen vor diesem Thema nicht mehr verschließen. Und nur weil früher keine „Trageschwäche“ diagnostiziert wurde, heißt das nicht, dass es sie früher nicht gab. Aber, nicht jedes Pferd ist trageschwach. Das eine Pferd hat von Haus aus vielleicht schon mehr Bewegungskompetenz als das andere, so wie bei uns Menschen auch. Grundsätzlich hat sich die klassische Reitlehre, die seit Jahrhunderten gilt, ja genau darauf fokussiert – eben das Pferd tragfähig und gesund zu gymnastizieren. In der Realität sind viele Pferdehalter aber damit überfordert, ihr Pferd selbständig auf hohem Niveau gesund zu gymnastizieren. Fakt ist aber auch – es geht nicht jedes Pferd gleich kaputt, wenn es nicht komplett physiologisch läuft. Trotzdem ist Trageschwäche ein Thema, nicht zuletzt, weil unsere modernen Pferde, immer beweglicher gezüchtet werden um diese spektakulären Bewegungen, die man im hohen Sport sieht, erst möglich zu machen. Hypermobile und faszial weiche Pferde benötigen aber viel mehr gezieltes Training um gesund zu bleiben, als die vergleichsweise stabilen Pferde von früher. Und diese Zuchtziele machen leider auch vor Robustrassen wie z.B. den Isländern nicht Halt.

Ist mein Pferd Tragfähig?

und wenn nicht, was mache ich jetzt?

Als Pferdeosteopathin habe ich mich auf das Thema Trageschwäche / Myofasziale Dysfunktion spezialisiert. Nicht jedes Pferd hat Probleme mit der Tragfähigkeit, aber leider doch einige. Ich analysiere dein Pferd auf Basis seines Exterieurs und seiner Bewegungskompetenz und erkläre dir, über welche Kompensationsmuster es sich hilft. Wenn dein Pferd keine Anzeichen für eine Trageschwäche zeigt, freuen wir uns und du kannst mit einem guten Gefühl dein Training so weiterführen wie bisher. Stelle ich jedoch Anzeichen einer Trageschwäche fest, unterstütze ich dich auf deinem Weg dein Pferd wieder fit und tragfähig zu trainieren.

Die Ursache für eine Trageschwäche können vielfältig sein und durch Verletzungen, Krankheit, Trainingsfehler, aufgrund eines schwierigen Exterieurs, der natürlichen Schiefe, Übertraining, Untertraining, mangelnde Bewegung, Haltungsbedingungen, Übergewicht, unpassendem Equipment etc. ausgelöst werden.

Warum muss ich bei Trageschwäche etwas unternehmen?

Jedes Kompensationsmuster, jede Bewegung außerhalb seines physiologischen Bewegungsmusters, führt zur Überlastung anderer Strukturen und damit zu Verletzungen und Verschleiß. Sehnenschäden, Husten, Rittigkeitsprobleme, Kissing Spines können Folge einer Trageschwäche sein.

Der Weg zum tragfähigen Pferd

01

Erkennen der Kompen­sations­muster

Jedes Pferd kompensiert anders. Es gibt nicht die eine Trageschwäche, denn jedes Pferd versucht sich anders zu helfen. Infolge dessen kann sich eine Trageschwäche sehr unterschiedlich zeigen.

02

Lösen der Verspannungen

Jedes Kompensationsmuster führt zur Überlastung anderer Strukturen, die dadurch verspannen und das Pferd in Folge daran hindern eine gesunde Haltung einzunehmen. Diese Verspannungen müssen gelöst werden, damit sich das Pferd wieder frei bewegen kann.

03

Neue Bewegungs­kompetenz und Stabilität

Ich persönlich empfinde das tensegrale Training als sehr wirkungsvoll, dem Pferd wieder ein gesundes Bewegungsmuster beizubringen, sich aufzuspannen und selbst zu tragen.

04

Aufbautraining nach biomechanischen Grundsätzen

Pferde die bereits die richtige Bewegungsidee haben und frei von Restriktionen sind, können durch gezielte Übungen aus der Physiotherapie, der klassischen Reitlehre, über propriozeptive Übungen etc. unterstützt werden, die richtigen Muskeln zu trainieren und Tragemuskulatur aufzubauen.

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